Essbare Wildpflanzen – es geht in grossen Schritten weiter!

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Ihr Lieben

Aufbauend auf meinen Beitrag zum Thema essbare Wildpflanzen stelle ich euch hier weitere Pflanzen vor, die derzeit zu finden sind. Es geht aktuell Schlag auf Schlag und die Natur entfaltet ihre ganze Pracht. Geniesst sie!
(Hier noch der letzte Beitrag: Achtung, fertig… Bärlauch! Die Wildpflanzensaison hat begonnen!)

Löwenzahn: Die Blätter des Löwenzahn sind ganzjährig geniessbar. Da sich jedoch in diesen Tagen die Blüten in besonders grosser Fülle zeigen, möchte ich ihn jetzt erwähnen. Die gesamte Pflanze ist essbar. Das gelb der Blüten bringt Fröhlichkeit auf den Teller und hebt ganz besonders in Tagen einer allfälligen Frühjahrs-Schwermütigkeit die Stimmung ganz erheblich. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Leber an und helfen dadurch bei Verdauung und Entgiftung. Er enthält viel Vitamin C und bringt uns wertvolle Mineralstoffe. Löwenzahn muss ich wahrscheinlich nicht näher vorstellen, da ihn alle kennen. Es gibt jedoch ganz viele verschiedene Arten die sich auch im Aussehen leicht unterscheiden. Wenn ihr euch nicht ganz sicher seid, ob es sich um Löwenzahn handelt, dann schaut auf die Blattrosette. Sind die Blätter gezähnt und als Rosette angeordnet, wie wir das typischerweise vom Löwenzahn kennen, so könnt ihr davon ausgehen, dass die Pflanze essbar ist. Eine Verwechslung mit dem Ferkelkraut ist möglich, dieses ist jedoch ebenfalls essbar.

Vogelmiere: Sie schmeckt lecker nach frischem Salat und bringt eine ordentliche Portion Eisen mit. Ebenfalls enthält sie Vitamin A, C und wertvolle B-Vitamine. Sie wächst flach kriechend und bildet Polster. Die Blättchen sind eiförmig und stehen zu zweit gegenständig an den Trieben. Je Trieb bildet die Vogelmiere eine weisse kleine sternförmige Blüte. Die Triebe sind sehr zart und lassen sich gut Pflücken. Aus der Vogelmiere können schmackhafte Salate gezaubert werden. Durch ihren milden Geschmack eignet sie sich auch gut für Smoothies.

Behaartes Schaumkraut: Derzeit sind vor allem die Blattrosetten bereits zu finden. Später wächst ein Stängel mit oft vielen Verzweigungen bis zu 30cm hoch und bildet weisse Blümchen. Die Blätter schmecken lecker kresseartig und geben Salaten eine wunderbare Würze.

Auch die Knoblauchsrauke beginnt mit dem Wachstum. Bald bilden sich lange Stängel mit weissen Blüten aber vorerst findet man die Blättchen rundlich, nierenförmig und als Rosette angeordnet auf dem Boden stehend. Um Verwechslungsgefahren auszuschliessen, kann ein Blatt zwischen den Fingern zerrieben werden. Dieses entfaltet den unverkennbaren Knoblauchgeruch. Er ist jedoch deutlich dezenter als derjenige des Bärlauchs. Die Blätter der Knoblauchsrauke eignen sich ideal als Zutat für Salate.

Ein Salat ist so richtig hübsch, wenn ihn ein paar Blüten dekorieren. Bereits zu finden sind Gänseblümchen, Veilchen und die Blüten der Taubnessel. Sie alle haben  Heilwirkungen und sind nicht nur dekorativ sondern auch besonders wertvoll. Das Gänseblümchen ist aufgrund seiner blutreinigenden, entwässernden und stoffwechselanregenden Wirkung in der Naturheilkunde beliebt. Es wirkt entkrampfend und wird daher auch in der Frauenheilkunde sehr geschätzt. Zudem ist es ein guter Vitamin C-Lieferant. Die Blattrosetten des Gänseblümchens sind ganzjährig pflückbar. Der violette Farbstoff der Taubnesselblüten und des Veilchens schützt unsere Zellen. Das Veilchen wirkt zudem speziell stärkend auf die Atemorgane.

Ährige Teufelskralle: die aromatischen Blätter zeigen sich jetzt bereits in Rosetten auf dem Boden. Ihr findet die herzförmigen Blätter mit oder ohne dunkle Färbung in der Blattmitte. Später im Jahr werden an langen Stängeln Ähren wachsen, die ebenfalls essbar sind. Aktuell können die Blätter eine bereichernde Zutat in Salaten und Smoothies sein. Sie wird geschätzt für ihre entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung (wobei für Heilzwecke vor allem die Wurzeln verwendet werden).

Brennessel: die Brennessel ist akutell noch ganz klein und zart und sticht noch kaum. Sie lässt sich jetzt leicht pflücken. Später erntet man die obersten ca. 10 Zentimeter. und kann sie durch abrollen mit dem Nudelholz oder durch Übergiessen mit heissem Wasser (Vitaminverlust) bearbeiten. Die Häärchen werden dadurch abeknickt und stechen nicht mehr. Sie ist meine persönliche Königin unter den Heilpflanzen. Sie ist unser Superfood, das uns kostenlos in grosser Menge zur Verfügung steht. Ebenfalls mit viel Eisen ausgestattet wirkt sie blutbildend und blutreinigend. Durch die entwässernde Wirkung wird sie gerne bei Entgiftungs- und Basenkuren benutzt und Tees können bei Harnwegsinfekten verwendet werden. Sie enthält viele Enzyme und Hormone, die ihr die Kraft verleihen, entzündungshemmend und blutzuckersenkend zu wirken. Sie wirkt vorbeugend gegen Krebs und kann Prostatabeschwerden lindern. Ich liebe die Brennessel und empfehle sie auch regelmässig. Übrigens enthält sie 3x soviel Vitamin C wie Grünkohl und ist reich an Mineralstoffen wie Silizium, Magnesium und Kalzium. Wir könnten so viel gesünder leben, wenn wir sie in unseren Speiseplan integrieren würden!

Wie immer gilt: nur wenige Blätter pro Pflanze pflücken, damit sie weiter wachsen kann! Und jetzt, geniesst das vitalstoffreiche und kraftspendende, frische Grün!!!

Alles Liebe & bleibt gesund

Simone